Ronofox & the Ravens

Vor vielen Jahren – als es noch keine privaten Radiosender in Österreich gab – musste sich Ö3 mit einem Problem herumschlagen, das heute völlig anachronistisch anmutet – die Österreicher-Quote. Also der Anteil an österreichischen Produktionen im öffentlich-rechtlichen Radio. Galionsfiguren des Austropop a la Steffi Werger fuhren schwere Geschütze auf (sorry..:-)) und beklagten (oder „beschwerten“, hihi) sich über die Missachtung des Austropop auf Ö3. Um der Diskussion etwas Wind aus den Segeln zu nehmen, erfand Ö3 einen Bandwettbewerb für junges österreichisches Musikergemüse. Wir sind dort hineingestolpert, wollten ursprünglich etwas anderes, aber das ist jetzt zu langweilig… . Am Ende saßen wir im großen Aufnahmestudio des Funkhauses und erspielten und ersangen unsere erste CD. Alles unter der Kuratel des liebenswürdigen und engagierten Andy Baum.

Über dieses Album

Aber wie schon Busladungen von Musikern vor uns auch waren wir mit dem Ergebnis nicht glücklich. Tränen flossen. Der potentielle Schmusehit „Schlicht“ wurde zu einer blutleeren Schablone. Andere Lieder verloren alles, woran wir jemals geglaubt hatten. Aber es gab eine mächtige Ausnahme: „Weit Weg“. Ein Lied, das Ö3 wohl nur mit einer Bombendrohung gespielt hätte. Ein Lied, das die destruktive Kraft der Adoleszenz eindrucksvoll bündelt und mit „zwischen Zorn und Deprimiertheit pendelnden Gitarren (KURIER, Guido Tartarotti)“ ausgestattet ist. So, jetzt habe ich die einzige große Rezension, die wir jemals erfahren haben, auch noch untergebracht...

Erscheinungsjahr: 1998
Tracks: 2

01 - Weit Weg

 

02 - Schlicht